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Akustische Gitarren

Wandergitarre

Wandergitarren sind einfache, robustere Konzertgitarren, d.h. in der Regel mit Nylonsaiten. Sie haben meist einen Knopf zum Befestigen eines Gitarrengurtes am unteren Ende der Gitarre, in der Zarge am sogenannten Unterklotz. Decke, Zarge und Boden sind aus Sperrholz, was sie robust und preiswert macht.

Konzertgitarre

Konzertgitarren (auch Spanische Gitarren oder Klassische Gitarren genannt) haben heute fast immer Nylonsaiten, früher wurden auch Saiten aus Tierdarm benutzt. Sie haben meistens eine Decke aus massiver Fichte (hellgelblich) oder Zeder (rötlich). Die Saiten sind am Knüpfsteg befestigt.

Flamencogitarre

Die Flamencogitarre ist eine akustische Gitarre, die vorwiegend im Flamenco- und Klassikbereich verwendet wird.

Westerngitarre

Martin Dreadnought

Westerngitarren haben Stahlsaiten, einen etwas schmaleren Hals als Konzertgitarren, das Griffbrett ist im Querschnitt leicht gewölbt und der Hals ist wegen des wesentlich größeren Zugs der Saiten mit einem Stahlstab stabilisiert, der es oft auch ermöglicht, die Halskrümmung nachzujustieren. Die Stahlsaiten haben an einem Ende eine Art Perle, die dafür sorgt, dass die Saite entweder mittels eines Stiftes (Pins) direkt am Steg befestigt werden kann oder an einem Saitenhalter, der am Unterklotz befestigt ist, eingehängt oder -gefädelt werden kann.

Sehr große Verdienste bei der Entwicklung von Westerngitarren hat sich die US-Firma Martin (heute noch der „Rolls-Royce“ der Westerngitarren) erworben, fast alle gängigen Formen heutiger Gitarren leiten sich von Martingitarren ab. Der 1825 aus Sachsen emigrierte Gitarrenbauer Christian Frederick Martin wollte ein Instrument anbieten, das so laut ist, daß man mit einem Banjo im Duett spielen kann. Wohl am Häufigsten wurde die sogenannte Dreadnought (engl. für Schlachtschiff) kopiert. Sie wirkt nicht so rund wie eine typische Klassikgitarre und ist nicht so stark tailliert.

Jumbo

Lauter, weicher und damit weniger „metallisch“ klingt die Jumbo – Form mit wesentlich größerem Korpus und ausgeprägter Taille, eine Entwicklung von Gibson (seit 1938).

12-saitige Gitarre

Eine 12-saitige Gitarre hat, ähnlich einer Mandoline, jeweils Doppelsaiten, die beim Spielen gleichzeitig niedergedrückt werden. Sie werden genauso gespielt wie eine 6-saitige, allerdings ist der Druck auf die Fingerkuppen stärker, eignet sich also weniger für Anfänger. Die beiden hohen Saiten, e und h, werden jeweils verdoppelt, die anderen 4 „Grund“-Saiten bekommen jeweils eine um eine Oktave höhere, also dünnere, Saite zur „Verstärkung“. 12-saitige Gitarren klingen voller, aber auch etwas metallischer, was bei größerem Korpus (z.B. Jumbo) wieder etwas ausgeglichen wird.

(Hawaii’an) Lap Steel Guitar

Eine meist 6-saitige Gitarre, die auf den Knien liegend mit einem Steelbar (massiver Bottleneck) gespielt wird. Sie hat einen Squareneck und ist komplett hohl bis zur Kopfplatte. Sie wird offen auf einen Akkord gestimmt, wobei dort die komplette Auswahl an Möglichkeiten zur Verfügung steht. Erfunden wurde Sie meines Wissens von Weissenborn, der Sie allerdings nur 10 Jahre gebaut hat, weil er an seinem Alkoholkonsum zu Grunde ging. Später gab es Modelle als Resonatorgitarre (National, Dobro …) und dann auch in Solid Body Bauweise (Melobar, Fender, Rickenbakker …). Die Hawaii’an Lap Guitar ist der Vorgänger der Pedalsteel Guitar, die aus der Country Musik bekannt sein dürfte.

Heroes: Sol Ho´opi´i, Bob Brozman, David Lindley, Ken Emerson


Kommentare

Anonymous 9. Februar 2016 um 15:04

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