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Jaco Pastorius wurde als John Francis Pastorius III. als Sohn des Jazzdrummers Jack Pastorius am 1. Dezember 1951 in Norristown, Pennsylvania geboren.
Er starb am 21. September 1987 in Fort Lauderdale, Florida an den Folgen einer Bar-Schlägerei.

Einfluss auf die Musik

Der Autodidakt Pastorius war ein sehr einflussreicher Jazz und Jazz-RockBassist, Komponist und Lehrer.

Er wird heute gerne in einem Atemzug mit Mozart, Charlie Parker und Jimi Hendrix genannt, die – wie er – als glücklose Genies gelten.

Pastorius wurde durch sein virtuoses Spiel, insbesondere durch starke Nutzung von Flaggeoletttönen berühmt.
Pastorius setzte in seinen Kompositionen den Bass nicht nur zur Bassbegleitung ein, sondern definierte ihn als gleichwertiges Instrument.

Seine Verwendung des fretlessE-Bass im Jazz gilt ebenfalls als Meilenstin der Musikgeschichte.

Fast alle Studio-Jazz-Bassisten geben an, stark von Jaco Pastorius beeinflusst worden zu sein.

Sein bedingungsloser Perfektionismus in allen Lebensbereichen gilt als ausschlaggebender Punkt dafür, dass er gegen Ende seines kurzen Lebens der wahrscheinlich beste Bassist der Welt war. Zumindest wurde er von diversen Fachzeitschriften dazu gewählt. Die führende japanische Jazzzeitschrift erkor ihn sogar 1981 zum „Musiker des Jahres“.

In der kurzen Zeit seines Schaffens arbeitete er mit vielen Jazz-Legenden, etwa Wayne Shorter, Pat Metheny, John Scofield Herbie Hancock, Joni Mitchell, Joe Zawinul oder Paul Bley.

Marcus Miller widmete ihm nach seinem Tod den Song (Mr. Pastorius).

Abstieg

Da er sehr früh sehr erfolgreich war, lernte er schmerzlich die Schattenseiten des Musik-Geschäfts kennen. Er lernte, dass immer neue Hotelzimmer in immer neuen Städten ein Zuhause nicht ersetzen können und das die vielen freundlichen Menschen um ihn herum keine Familie ersetzen konnten.
Wie viele Künstler vor und nach ihm, verfiel Pastorius plötzlich dem Alkohol und diversen „harten“ Drogen. Bis Anfang der 80er Jahre hatte er überzeugter Antialkoholiker.

Sein Arzt diagnostizierte, Pastorius sei sein gesamtes Leben manisch depressiv gewesen. Die dadurch hervorgerufene, erhöhte Gehirnaktivität sei der Grund für seine ausgesprochene Kreativität. Die ihm verschriebenen Anti-Depressiva setzet er ab, weil ihm nach der Einnahme tatsächlich jene Kreativität fehlte, die sein Spiel so außergewöhnlich gemacht haben.

Sein früher Tod war das Endresultat einer starken Persönlichkeitsveränderung und fortschreitender Agressivität. Er wurde zeitweise mehr duch seine Rauschmitteleskapaden, als durch seine Musik beachtet. 1982 fiel er von einem Balkon und musste sich eine Stahlplatte in den Arm einsetzen lassen. Er nahm nur noch wenig auf und sein Management scheute sich, ihn auf Promo-Tour zu schicken bzw. ihn Konzerte spielen zu lassen. Es soll sogar regelmäßig auf Parkbänken geschlafen haben.

Tod

Als er am 12. September um 4.20 Uhr den Eintritt in den Midnight Bottle Club in Wilton Manors verweigert bekam, kam es zu einem Streit mit dem kampfsporterfahrenen Clubmanager
Luke Havan. Dieser schlug und trat, nach Augenzeugenberichten, dem bereits bewusstlos am Boden liegenden Pastorius längere Zeit ins Gesicht und ließ ihn schließlich 4 Stunden in einer Blutlache liegen. Pastorius hatte eine Lungenentzündung, seine Gesichtsknochen und sein Schädel waren gebrochen. Sein Gesicht war so bis zur Unkenntlichkeit geschwollen, dass seine Mutter es nicht ertragen konnte, ihn zu sehen.
Er wachte nicht mehr aus dem Koma auf und starb schießlich neun Tage später.

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