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Martin & Co., Inc. ist heute ein Gitarrenbauunternehmen aus den USA.

Martin definiert sich selbst als Hersteller von hochqualitativen Instrumenten und vergleicht sich mit Rolls-Royce im Automobilbereich, Steinway im Klavierbau und Baccarat-Kristall.

Firmenhistorie

Die Geschichte der Firma C. F. Martin beginnt nicht etwa in den USA, sondern in Deutschland, genauer gesagt im sächsischen Markneukirchen, wo Christian Frederick Martin am 31. Januar 1796 als Sohn eines Geigenbaumeisters geboren wurde.

Nachdem er mit 15 Jahren nach Wien ging, um dort bei Johann Stauffer, dem damals wohl besten Gitarrenbauer, das Gitarrenbau-Handwerk zu lernen, kehrte er in seine Heimat zurück, um dort Gitarren zu bauen und zu vertreiben.

Nach vermutlichen Streitigkeiten mit der Instrumenten-Innung bezüglich der Frage ob Gitarrenbauer nicht besser zur Tischlerinnung gehören, entschied sich C. F. Martin 1833 Europa zu verlassen und in die neue Welt auszuwandern.

Er gründete sofort ein Unternehmen in New York und stellte wieder Gitarren her. Im Jahre 1838 wanderte das Unternehmen nach Nazareth, Pennsylvania. Martin beschäftigete damals 20 Mitarbeiter.
In Nazareth werden auch heute von inzwischen ca. 500 Mitarbeitern in altbewährter traditioneller Handarbeit Gitarren hergestellt, die weltweit zu den angesehensten Instrumenten zählen.

C.F. Martin Sr. starb 1873.

Heute wird das Unternehmen von C.F. Martin IV geführt.
Unter seiner Leitung produzierte das Unternehmen im Jahre 1990 die Gitarre Nummer 500.000 und 2004 die 1.000.000ste Gitarre.

Technik

Revolutionär zur Zeit der Entwicklung war das sogenannte X-Bracing der Decke, sowie der
verhältnismäßig große Korpus des Instruments.

X-Braxing wird heute weltweit im Gitarrenbau eingesetzt und gilt immer noch als eines der besten Bracing-Muster. Es verleiht der Decke eine enorme Stabilität und Belastbarkeit.

Martin erfand 1916 die sog. Dreadnought (Fürchtenichts) Gitarrenform. Dreadnought war die Bezeichnung für die vor dem 1. Weltkrieg entwickelten mächtigen Schlachtschiffe. Die Form wurde anfangs sehr skeptisch beäugt, da man damals einen derart großvolumigen Korpus bei Gitarren nicht gewöhnt war.

Dreadnought-Gitarren sind hervorragend geeignet für Strumming. Sie produzieren den
klassischen Flatpicking Sound, d.h. sehr kraftvoll im Bassbereich, betonte Mitten und einen perlenden Höhenbereich. Heute ist Dreadnought die beliebteste Form bei Westerngitarren.

Das Design der Martin Instrumente kann grundsätzlich als klassisch schlicht bezeichnet werden.
Im Gegensatz zu hochpreisigen Gitarren etwa von Gibson oder Guild verwendet Martin nur wenige Stilelemente wie Intarsien oder aufwendige Bemalungen.

Im Vordergung steht der Sound der Gitarre und die musikalischen Fähigkeiten des Spielers.

Gitarristen

Schon lange schwören Top Gitarristen wie Eric Clapton, Mark Knopfler, Tom Petty, Eric Johnson, Sting, Toni Rice, Neil Young, Paul Simon und viele mehr auf den unverwechselbaren Sound ihrer Martin Instumente.
Viele von Ihnen sind durch Martin mit Instrumenten der „Signature Model Series“ geehrt worden.
Sicherlich gibt es kaum einen Top-Gitarristen, der noch nie auf einer Martin-Gitarre gespielt hat. So sieht man auf vielen Bildern Joan Baez, Elvis Presley, Johnny Cash oder Jimi Hendrix mit Martin Instrumenten.

1970 kaufte Martin die DarcoString-Company, die bis dahin der Familie D´Addario gehörte.

Martin produziert auch unter eigenem Namen Saiten, u.a. auch eine von Eric Clapton geförderte „Clapton´s Choice“ Serie in verschieden Stärken.

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